1. Akt: Ankommen

San Mar­cos Sier­ras, Argen­ti­nien. Ankom­men. Das bedeu­tet in ers­ter Linie, sich wohl zu füh­len. Wohl zu füh­len in einem Land, das man nur ober­fläch­lich kennt, unter Leu­ten, deren Leben – zumin­dest geo­gra­fi­sch – sehr weit von­ein­an­der ent­fernt sind. Und es bedeu­tet, sich und seine Liebs­ten noch bes­ser ken­nen zu ler­nen. Mit dem vor lan­ger Zeit gefass­ten Ent­schluss, gemein­sam auf eine lange Reise zu gehen, geht viel Unge­wiss­heit ein­her. Wir haben den uns ver­trau­ten All­tag bewusst auf­ge­ge­ben. Das war nicht ein­fach, aber doch alter­na­tiv­los. Abschied neh­men tut weh. Und auf eine wun­der­same Weise auch gut, denn der Abschieds­schmerz ist zugleich Zeug­nis und Aus­druck der Bedeu­tung der Men­schen, die einem nahe ste­hen. Von nun an also suchen wir einen neuen, einen Rei­se­all­tag. Die letz­ten Tage und Wochen vor Beginn die­ses neuen Abschnitts waren auf­rei­bend und wir alle haben das Bedürf­nis, uns nun alle Zeit der Welt zu neh­men, zur Ruhe zu kom­men und Zeit mit­ein­an­der zu ver­brin­gen.

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Unterwegs im Tal der Verlorenen

Lange dau­ert es nicht, bis unsere Stirn­lam­pen die ein­zige Licht­quelle sind. Hier, so nah am Äqua­tor, fällt die Sonne am Abend wie ein toter Vogel vom Him­mel.”

Im Juni 2011 wan­dern wir sechs Tage lang durch die Ein­sam­keit der kolum­bia­ni­schen Berge. Im Rah­men des Rei­se­r­e­por­ta­gen-Wett­be­werbs von The Tra­vel Epi­so­des ent­stand auf Grund­lage unse­rer Rei­se­no­ti­zen diese Geschichte. Sie hat es lei­der nicht unter die bes­ten Sie­ben geschafft, womit bei knapp 200 Ein­sen­dun­gen aber auch nicht unbe­dingt zu rech­nen war. Wir sind trotz­dem ein biss­chen stolz drauf und wol­len diese unver­gess­li­che Erfah­rung jetzt hier mit Euch tei­len. Folgt uns nun auf unse­rem Weg in den mys­ti­schen Páramo…

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Isla Navarino: Into The Wild

Chile, März 2011: Wir ver­schwin­den 15 Tage lang am süd­li­chen Ende der Welt auf der Isla Nava­rino in die Natur und “erlau­fen” uns die­sen wun­der­ba­ren Fle­cken Erde bei bes­tem Wet­ter. Zunächst zu den namen­ge­ben­den “Dien­tes de Nava­rino”, anschlie­ßend zum Angeln und Erho­len zum Lago Wind­hond und zum süd­li­chen Ende der Insel zur Bahía Wind­hond. Zwi­schen die­sem Punkt und der Ant­ark­tis liegt nur noch Kap Horn. Die abge­schie­den­ste unse­rer Wan­de­run­gen der gesam­ten Reise. Und eine derer, die sich auf alle Zei­ten in unser Gedächt­nis ein­ge­brannt haben. Ein unglaub­li­cher Ort!

Hier gibt’s die Ein­drü­cke…

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Abgelaufen…

Uns ist die Zeit nicht abge­lau­fen. Viel eher haben wir die Zeit abge­lau­fen! Unsere Schuhe kön­nen davon ein Lied­chen sin­gen.

Wir möch­ten uns bei all den lie­ben Men­schen bedan­ken, die unsere Reise hier öffent­lich oder auch im Stil­len ver­folgt haben, uns (so hof­fen wir doch) immer das Beste gewünscht haben. Wir hof­fen sehr, dass die­ser Blog dazu bei­tra­gen konnte, die­je­ni­gen teil­ha­ben zu las­sen, die teil­ha­ben woll­ten. Neben der per­sön­li­chen Erin­ne­rung an die­ses Jahr war es unsere Absicht, ein klei­nes biss­chen die­ser fan­tas­ti­schen Zeit zu tei­len und kleine Ein­bli­cke in große Län­der zu geben.

Vie­len Dank für euer Inter­esse, an Ideen man­gelt es uns nicht, hier geht es dann so bald wie mög­lich wei­ter.

El Cocuy — Ein Abschied auf Zeit

Die Sierra Nevada del Cocuy ist ein bedeu­ten­der Ort. Das liegt nicht nur daran, dass die­ser Teil der Anden über das größte Glet­scher­ge­biet Kolum­bi­ens ver­fügt und daher jedem natur­be­geis­ter­ten Men­schen des Lan­des ein Fun­keln in die Augen zau­bert. Es ist vor allem die Tat­sa­che, dass wir von Anfang an — also etwa seit Mai die­sen Jah­res — den Traum hat­ten, die­sen Fle­cken Erde auf unse­ren eige­nen Füßen zu erkun­den.

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Die Rückkehr ins gelobte Land

Kolum­bien ist in der Tat das Land, das die tiefs­ten Spu­ren hin­ter­las­sen hat. Das hat vie­ler­lei Gründe. Zum einen wer­den wir am Ende die­ser Reise in Kolum­bien mehr Zeit ver­bracht haben, als in jedem ande­ren latein­ame­ri­ka­ni­schen Land. Zum ande­ren haben wir hier neben den unzäh­li­gen namen­lo­sen Begeg­nun­gen des täg­li­chen Lebens auf Bus­fahr­ten, an Fress­stän­den, in den Ber­gen und auf den Plät­zen die­ses Lan­des (die umwer­fende Freund­lich­keit, Offen­heit, Locker­heit, kurz: das Mit­ein­an­der der Men­schen wurde an ande­rer Stelle schon mehr­fach als außer­ge­wöhn­lich beschrie­ben) wahre Freund­schaf­ten geschlos­sen.

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